Angela Puxi

Saxophonistin Angela Puxi, aufgewachsen im Ruhrgebiet, stammt aus einer sardischen Einwandererfamilie. Das Arbeiterkind entdeckte früh seine Leidenschaft für Musik, kämpfte aber zunächst hart gegen Vorurteile, und darum, Zugang zu den hohen Weihen einer akademisch-künstlerischen Ausbildung zu bekommen. Während andere junge Talentierte in Deutschland früh gefördert wurden, brachte sie sich, vielen Widerständen zum Trotz, die Musik mit einem hohen Maß an Intuition zunächst größtenteils selbst bei. Angespornt von ihrem Anspruch an Perfektion und ihrer eigenen musikalischen Kreativität begann sie nach dem Abitur mit dem Studium für Jazz-Saxophon an der Hogeschool voor de kunsten in Arnheim (NL), das sie mit dem akademischen Grad Bachelor of Music (Jazz und Pop) erfolgreich abschloss.

Dabei entpuppte sich ihr musikalischer Weg nicht als der einer typischen Interpretin und Instrumental-Virtuosin. Ihre eigene Musik zu schreiben, zu produzieren, und schließlich live zu spielen, darauf legt Angela Puxi ihren Fokus. Im Sommer 2012 erscheint ihre erste EP „Senza Parole, ein eher rockig-hymnisches Oeuvre, komplett aus Eigenkompositionen, das in Fachkreisen auf großes Interesse stieß. Der Titel „Breathless“ schaffte es auf Anhieb in die Playlisten diverser Radiosender. Mehrere deutsche TV-Sender strahlten ein beeindruckendes Portrait über sie aus, Interviews in Printmedien folgten.

„Auch wenn es für viele Musiker eine gute Schule sein kann; ich habe nie versucht, jemanden zu imitieren. Mir war von Anfang an wichtig, meinen eigenen Sound und Stil zu entwickeln, durch mein Instrument zu singen.“, sagt Angela Puxi.
Angela Puxi spielt nicht nur Saxophon, das Saxophon ist ihre Philosophie. Authentizität, ihr belebend mitreißendes Naturell und ihr sardisches Temperament machen sie zu einem unverwechselbaren Sympathieträger.

Mit Volker Dorsch als Keyboarder und Co-Produzenten fand sie Anfang 2013 einen kongenialen Partner zum Entwickeln neuer Songs, und so entstanden bald die ersten Entwürfe zu ihrem Debut-Album „Badapapapaa“, ein Werk, das 2015 erscheint. Mit Ulf Stricker am Schlagzeug und dem Bassisten Goran Vujic gesellte sich eine äußerst tighte und stabile Rhythmusgruppe hinzu. Nun ging es gemeinsam ins Tonstudio und was dabei herauskam, ist ein erfrischendes und überaus abwechslungsreiches Album, im besten Sinne „out of the box“. Typische Funk-Klänge aus den 70er-Jahren treffen hier auf moderne Rhythmen und Club-Sounds, immer gepaart mit interessanten Details, die sich beständig jenseits der gängigen Fusion-Klischees bewegen. „Badapapapaa“ ist  2015 unter dem Label 4MPO (Vertrieb Nova MD / DigDis) erschienen.

Ein knappes Jahr nach der Veröffentlichung ihres Debut-Albums „Badapapapaa“ meldet sich Angela Puxi am 15.  April 2016 mit ihrer neuen EP „Badapapapaa Reloaded“ zurück.
DJ und Poduzent Sinan Mercenk hat vier elegante Deep-House-Remixe von Titeln aus Puxis Debutalbum „Badapapapaa“ beigesteuert, dazu kommen zwei neue, bisher unveröffentlichte Songs, eine Kombination von jazzigen und elektronischen Klängen und überraschenden Wendungen. Puxis ursprüngliche Titel, welche besonders vom Live-Band-Sound geprägt waren, werden hier in eine coole Club-Athmosphäre gestellt. Angela Puxi, Co-Produzent Volker Dorsch alias Climatic und Sinan Mercenk beziehen ihre Inspriration aus unterschiedlichen musikalischen Welten, dabei bleibt der rote Faden von „Badapapapaa Reloaded“ immer erkennbar. Diese facettenreiche EP beweist, wieviel Remix-Potential in Angela Puxis Kompositionen steckt.

Neben ihrer „Angela Puxi – Band“, mit der die Saxophonistin oben genanntes Debut-Album aufgenommen hat, zeigt sie eine weitere Facette in der Nordic- / World-Jazz-Formation „Angela Puxi meets Climatic“, in der sie folkrositische Elemente aus ihrer Heimat Sardinien gekonnt und modern verarbeitet.

Engagements führten sie bisher nach China, USA, Israel, Belgien, Österreich, Schweiz, Spanien, und… und… und….

Desweiteren wirkt Angela Puxi als Dozentin in Saxophonworkshops, sie komponiert und produziert außerdem auch Musik für verschiedene Filme und Webseiten.

Zur Zeit arbeitet die Musikerin an ihrem zweiten Album. Ende 2016 / Anfang 2017 werden die Studioaufnahmen mit ihrem Nordic-/World-Jazz Quartett (Sax + Piano + Kontrabass + Percussion) beginnen. Die Veröffentlichung des Longplayers ist für Ende 2017 geplant.